Bilder Markoldendorf

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Markoldendorf

 

 

Der Gemeindeausschuss Markoldendorf kümmert sich um alle Belange des Gemeindelebens vor Ort.

          

Zum Gemeindeausschuss gehören (v.l.n.r.):

 

  • Susanne Schuchart (Kirchenvorsteherin)
  • Manfred Renger (Kirchenvorsteher)
  • Ulrike Beismann  (Vorsitzende, Kirchenvorsteherin)
  • Thomas Männecke
  • Eckard Blanke
  • Karl-Ernst Schwerdtfeger (Kirchenvorsteher)
  • Gabi Becker
  • Jobst Volger
  • Wolfgang Kramer,
  • Jordis Rohmeier

 

 

Ansprechpartnerin für den Gemeindeausschuss ist Ulrike Beismann, Tel.: 05562-6165


 

Brandfest


 

Adventscafé


 

 

Gemeindenachmittag in Markoldendorf

 

 

Jeden zweiten Mittwoch im Monat findet im Luthergemeindehaus von 14:30 Uhr bis ca. 16:30 Uhr ein Gemeindenachmittag statt, zu dem alle Markoldendorfer Gemeindeglieder und auch Gäste herzlich willkommen sind. An einem liebevoll gedeckten Tisch wird zunächst Kaffee, leckerer Kuchen und Tee verköstigt, so dass zunächst für das leibliche Wohl gesorgt wird. Selbstverständlich kommen Geist und Seele auch nicht zu kurz. Die Themen verschiedener Referenten aus nah und fern sind vielfältig, interessant und facettenreich. Sie handeln von Pontius bis Pilatus über Geschichte, Reisen, Anekdoten und, und, und … Bei den Referenten handelt es sich um Haupt- oder Ehrenamtliche aus der Region und dem Rest der Welt.

Manchmal werden einfach nur Geschichten aus „der guten alten Zeit“ vorgelesen, wo die Ehefrau des Pastors noch mit Frau Pastor angeredet wurde und die häufig zu munteren Gesprächen anregen.

Eine Adventsfeier sorgt zu Beginn des neuen Kirchenjahres für besinnliche und fröhliche Momente.

 

Während des Gemeindenachmittages wird immer eifrig gesungen, wobei sowohl kirchliche als auch volkstümliche Lieder gleichermaßen beliebt sind. Hier genießen die Geburtstagskinder in der Weise den Vorzug, dass sie sich ein Geburtstagslied wünschen dürfen. Ein gemeinsamer Nachmittag endet schließlich mit dem gesprochenen „Vaterunser“ und der Vorfreude auf den nächsten Gemeindenachmittag oder auf die ½-Tagesfahrt, die einmal jährlich meistens im Mai oder Juni stattfindet und in die nähere Umgebung führt.

 


 

Diakonieprojekte in Markoldendorf

 

Besuchsdienstkreis:

Der Besuchsdienstkreis wurde 2003 ins Leben gerufen. Ziel ist es, anlässlich von Geburtstagen den Kontakt zu den älteren Menschen in der Gemeinde zu intensivieren. Die Gruppe besteht aus 12 Personen und trifft sich alle zwei Monate im Pfarrhaus in Markoldendorf.
Kontakt: Beate Marker 05562-6305

 

Zeit für Gutes: "EMMA"


 

 

Die Martinskirche

Die erste Martinskirche wurde durch das Erzbistum Mainz als Taufkirche im 8. oder 9. Jahrhundert am Ort eines sächsischen Gerichtsplatzes (bis 1590 wurde hier noch Recht gesprochen) erbaut. Ihren Namen „Sankt Martin“ erhielt sie vom Schutzheiligen aller Taufkirchen, dem Heiligen Martin von Tours. Wie wurde die Mutterkirche aller umgebenden Gemeinden, u.a.. Einbeck und Dassel.

Die Sieger der Schlacht an Tackmanns Graben brandschatzen sie 1479. Während der Hildesheimer Stiftsfehde 1521 wurde sie weitgehend zerstört, die 1489 gegossenen Glocken überstanden den Brand. Das Herzogtum Grubenhagen-Göttingen wurde 1542 evangelisch und damit auch St. Martin. 1800 wurde Markoldendorf Sitz der Superintendantur (für das Amt Hunnesrück), verlor diesen Status erst 1936. Die zweite Pfarrestelle wurde um 1958 aufgelöst.

Die alte Martinskirche war schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts baufällig. 1865 entschloss sich die Kirchengemeinde zum Neubau der Kirche. Konsistorial-Baumeister Baurat C.W. Hase aus Hannover wurde mit der Planung des Baues beauftragt. Den Bauauftrag erhielt jedoch der Maurermeister Schreyer aus Hildesheim. Die Bausumme war auf 20.760 Taler festgeschrieben.

Der Baubeginn erfolgte im Frühjahr 1867; das Richtfest am 1. September 1868 und die festliche Einweihung am 19. Dezember 1869. Im Ersten Weltkrieg musste eine Glocke abgegeben werden, sie wurde 1938 durch eine Stahlglocke ersetzt. im Zweiten Weltkrieg wurden diese Glocke und die Glocke von 1706 (Betglocke) konfisziert. Letztere wurde nach dem Krieg auf dem Glockenfriedhof in Hamburg wieder aufgefunden und zurückgebracht. Das Geläut wurde 1959 zum 90-jährigen Kirchenjubiläum mit der Anschaffung einer 4. Glocke wieder komplettiert.

In den Jahren 1988 bis 1994 wurde die Martinskirche für knapp 2.3 Mio. DM renoviert. Ebenso die Marienkapelle, die damit nach den Renovierungsarbeiten in die finanzielle Eigenverantwortung der Gemeinde übergehen. Am 24. April 1994 wurde die Martinskirche nach Abschluss aller Maßnahmen wieder eingeweiht. Sie gehört zu den verlässlich geöffneten Kirchen und lädt zur jederzeit zur persönlichen Andacht ein. Führungen werden auf Wunsch und nach Terminvereinbarung angeboten.


 


 

 

Die Marienkapelle

 

Die Kapelle St. Marien muss schon zur Gründungszeit des Fleckens (im 13. Jahrhundert n. Chr.) errichtet worden sein. Die Wetterfahne auf dem Turm der Marienkapelle zeigt in einer Eisenfassung eine Kupferblechdarstellung der Jungfrau Maria mit dem Kind auf einer Mondsichel, einen Hahn, sowie eine Jahreszahl 1664 (oder 1661?). Die Wetterfahne ist also älter als der „Neubau“ von 1779.

Am 23. November 1723 überstand sie als eines der wenigen Gebäude die verheerende Brandkatastrophe in Markoldendorf. Der Turm hatte den Brand unbeschadet überstanden. Nach 1770 wurde sie als „nicht mehr für den Gottesdienst brauchbar“ befunden. Beim Brandfest 1778 entschloss sich der damalige Kauf- und Handelsmann und Markoldendorfer Bürgermeister, Johann Heinrich Sander, diesen wichtigen Bau mit Vertrauen auf seinen Gott allein anzunehmen und auf eigene Kosten bauen zu lassen. Ohne die Unterstützung der Markoldendorfer Bürger wurde die Kapelle von ihm wieder errichtet.

Am 6. Juli 1779 begann der Abriss der alten Kapelle und unter öffentlichen Gebeten und Dankliedern wurde 18 Tage später der neue Grundstein gelegt. Die ganzen Maurerarbeiten sind mit Steinen der alten Kapelle ausgeführt worden. Kein Mitglied der Gemeinde hatte dem Erbauer Sander geholfen.

Das Richtfest fand am 21. September 1779 statt und bereits am 3. November konnte der erste Gottesdienst in der Kapelle gefeiert werden. Auf ausdrücklichen Wunsch Sanders wird nirgends, weder auf noch in der Kapelle, sein Name festgehalten. Zu Ehren des Erbauers der Marienkapelle, Johann Heinrich Sander, steht sein Grabmahl vor der Kapelle.

Die lateinische Inschrift auf dem Schlussstein über dem Eingang der Marienkapelle lautet: „Zur Zeit der frommen Fürsten Friedhelm und der Diener am Worte Gottes Gottfried Groschupf und Bernhard Conrad Ernst, des Bürgermeisters Ernst Wilhelm Crome wurde dieses Werk der Religion und nicht der Prunksucht, Gott und der evangelischen Kirche, im Jahre des Heils 1779 gegründet und erbaut.“

Das schlichte barocke Bauwerk lehnt sich im Osten an den alten gotischen Turmsockel an. Im Inneren finden wir einen Kanzelaltar und eine hölzerne Empore. Auf dieser wurde das wertvolle Orgelpositiv aufgestellt, das vorher in der Martinskirche stand und damit älter als der Kapellenneubau ist. Vermutlich stammt es aus der früheren Kapelle des Schlosses Rotenkirchen.

1921 erfolgten einige Umbauten, um das Gebäude als Gemeindesaal zu nutzen. Damals wurden Öfen gesetzt und elektrisches Licht gelegt. Nach 1945 wurde die Marienkapelle der katholischen Gemeinde als Kirche zur Verfügung gestellt. Jahrelang wurden katholische und evangelische Gottesdienste unter ihrem Dach gehalten. Der bauliche Zustand verschlechterte sich in diesen Jahren weiter, da seit 1921 kaum wesentliche Erhaltungsmaßnahmen möglich waren.

1957 bis 1961 war die Gemeinde fast nicht mehr in der Lage, das Gebäude zu halten und erwog ernsthaft den Verkauf. Wahrscheinlich wurde St. Marien nur gerettet, weil die Einrichtungen, insbesondere die Orgel unter Denkmalschutz standen. Immer weniger Gottesdienstbesucher, die schwierige Heizbarkeit und die Größe der Martinskirche brachten dann für die Marienkapelle die Lösung, so dass sie 1972 gründlich renoviert und modernisiert wurde.

Von 1988 bis 1989 hat das Landeskirchenamt sich bereit erklärt, die Kosten für eine grundlegende Instandsetzung der Marienkapelle zu tragen. Am 2. Juli 1990 begann die Innenrenovierung der Marienkapelle. Mit Abschluss der Renovierung werden keine weiteren Finanzmittel bereit gestellt. Die laufenden Kosten für die Marienkapelle sind der Kirchengemeinde zu finanzieren. Als Lösung dieser finanziellen Belastung wird seit 2005 die Einrichtung eines Kolumbariums geprüft. Seit Herbst ist die Marienkapelle wegen Einsturzgefahr des Daches „Betreten verboten“; Deckenbalken auf der Nord-Ost-Seite sind verfault.