Bilder Markoldendorf

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Markoldendorf

 

 

Die Martinskirche

Die erste Martinskirche wurde durch das Erzbistum Mainz als Taufkirche im 8. oder 9. Jahrhundert am Ort eines sächsischen Gerichtsplatzes (bis 1590 wurde hier noch Recht gesprochen) erbaut. Ihren Namen „Sankt Martin“ erhielt sie vom Schutzheiligen aller Taufkirchen, dem Heiligen Martin von Tours. Wie wurde die Mutterkirche aller umgebenden Gemeinden, u.a.. Einbeck und Dassel.

Die Sieger der Schlacht an Tackmanns Graben brandschatzen sie 1479. Während der Hildesheimer Stiftsfehde 1521 wurde sie weitgehend zerstört, die 1489 gegossenen Glocken überstanden den Brand. Das Herzogtum Grubenhagen-Göttingen wurde 1542 evangelisch und damit auch St. Martin. 1800 wurde Markoldendorf Sitz der Superintendantur (für das Amt Hunnesrück), verlor diesen Status erst 1936. Die zweite Pfarrestelle wurde um 1958 aufgelöst.

Die alte Martinskirche war schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts baufällig. 1865 entschloss sich die Kirchengemeinde zum Neubau der Kirche. Konsistorial-Baumeister Baurat C.W. Hase aus Hannover wurde mit der Planung des Baues beauftragt. Den Bauauftrag erhielt jedoch der Maurermeister Schreyer aus Hildesheim. Die Bausumme war auf 20.760 Taler festgeschrieben.

Der Baubeginn erfolgte im Frühjahr 1867; das Richtfest am 1. September 1868 und die festliche Einweihung am 19. Dezember 1869. Im Ersten Weltkrieg musste eine Glocke abgegeben werden, sie wurde 1938 durch eine Stahlglocke ersetzt. im Zweiten Weltkrieg wurden diese Glocke und die Glocke von 1706 (Betglocke) konfisziert. Letztere wurde nach dem Krieg auf dem Glockenfriedhof in Hamburg wieder aufgefunden und zurückgebracht. Das Geläut wurde 1959 zum 90-jährigen Kirchenjubiläum mit der Anschaffung einer 4. Glocke wieder komplettiert.

In den Jahren 1988 bis 1994 wurde die Martinskirche für knapp 2.3 Mio. DM renoviert. Ebenso die Marienkapelle, die damit nach den Renovierungsarbeiten in die finanzielle Eigenverantwortung der Gemeinde übergehen. Am 24. April 1994 wurde die Martinskirche nach Abschluss aller Maßnahmen wieder eingeweiht. Sie gehört zu den verlässlich geöffneten Kirchen und lädt zur jederzeit zur persönlichen Andacht ein. Führungen werden auf Wunsch und nach Terminvereinbarung angeboten.